studio1zu1 - Wettbewerb Kreuzgarten Domberg Freising

Quelle Luftbild: Google Maps

Kurzentwurf (B.sc.) / Stegreifentwurf (M.A.), 2 ECTS
Wintersemester 2012/13

Forschungsfeld
studio1zu1

Betreuung
Prof. Regine Keller
Dipl.-Ing. Doris Grabner (Projektleitung)
Dipl.-Ing. Felix Metzler


Thema
Das städtebauliche Gefüge der kirchlichen Bauten auf dem Freisinger Domberg ist nicht nur ein geistliches Zentrum im Herzen Freisings sondern auch ein Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher des Doms, des Bildungszentrums in der ehemaligen Residenz, der Bibliothek, des Museums oder einfach nur Erholungssuchende, die in den Freiräumen flanieren und den Ausblick über das Erdinger Moos genießen.
Östlich des generalsanierten Mariendoms, gut einsehbar vom in Sanierung befindlichen Barocksaal mit Bibliothekstrakt und umgeben vom Kreuzgang befindet sich der sehr zentrale aber zuletzt etwas vernachlässigte Kreuzgarten.

Aufgabe
Für eine gestalterische Aufwertung des Kreuzgartens sollen im Wintersemester 2012/13 über diesen anonymen studentischen Wettbewerb Ideen gefunden werden.
Die Umsetzung muss in einem Zeitraum von
vs. 1-2 Wochen und vorrangig durch Studierende möglich sein und in ihren Kosten angemessen ausfallen. Deshalb spielen bei der Beurteilung durch ein fachkundiges Preisgericht nicht nur konzeptionelle und gestalterische Kriterien eine große Rolle sondern auch wirtschaftliche bzw. praktische.
(Anm.: Die Möglichkeit einer Realisierung im Rahmen einer LV muss noch in rechtlicher Hinsicht geklärt werden)

Wettbewerbsverfahren
Beschränkter studentischer Ideenwettbewerb, offen für Studierende der Landschaftsarchitektur TUM (B.sc./M.A.), sowie M.A. Urbanistik nach abgeschlossenem B.sc. Landschaftsarchitektur.
Auslober: Domkirchenstiftung Freising
Preisgeld: 2.000 EUR
Auslobungstermin: 15.10.2012
Kolloquium und geführte Ortsbesichtigung: 28.11.2012, 16:00h
Abgabe:
24.01.2013, 12:00h
Preisgericht: 3
1.01.2013

DOWNLOAD PREISGERICHTSPROTOKOLL

1.Preis - "Offenes Paradies", Dennis Pytlik, Stefan Wallerius

Die Arbeit besticht durch ihre räumlich Offenheit und damit der flexiblen Nutzbarkeit. Der Eingriff ist behutsam nimmt vorhandene Strukturen auf und verbessert sie. Dem Gräberbereich wird einen angemessene Ruhe zuteil. Das sehr puristische Innere des Heckengevierts wir von üppigen Bepflanzung im äußeren Bereich in der Umgebung der Maximilianskapelle gut kontrastiert. Der südliche Bereich der Maximilianskapelle sollte etwas durchlässiger bleiben. Die Auswahl der Pflanzen entspricht der schattigen Lage und besticht durch die monochrome Pflanzenfarbe weiß. Vorhandene Ausstattungselemente wie Brunnen und Säule bleiben am Ort erhalten. Insgesamt erscheint der Entwurf sowohl in der Erstellung als auch im Unterhalt wirtschaftlich zu sein. Eine Versenkung des Brunnens erscheint der Jury fragwürdig. Die Hecken sollte an den Öffnungsstellen großzügigeren Durchlass ermöglichen. Der Entwurf überzeugt durch seine Einfachheit bei gleichzeitig klarer Gestaltsprache.

Pytlik, Wallerius

2.Preis "Zum Himmel strebend", Elisabeth Maria Thiel

Die Arbeit zeigt einen innovativen und überraschend frischen Ansatz für einen historischen Innenhof der dem Charakter eines studentischen Wettbewerbs voll und ganz gerecht wird.
Insgesamt eine Arbeit die bis ins letzte durchdacht argumentiert.

Elisabeth Maria Thiel

Ankauf - "Domberg Freising", Reimo Kounovsky, Julius Peisl

Das nach Ansicht der Verfasser nicht mehr zeitgemäße strenge Wegekreuz mit Buchsgeviert wird aufgelöst und stattdessen eine Kiesdecke mit lichtem Birkenhain geschaffen. Dies soll mehr Möglichkeiten für den Aufenthalt bieten und die Strenge auflösen. Der Brunnen wird dabei durch einen regenwassergespeisten Ziehbrunnen ersetzt, der tw. trocken liegen kann, bei Starkregenereignissen aber auch überlaufen darf.
Als Kulisse für diese Fläche dient eine gestaffelte Pflanzung aus immergrünen Gehölzen mit Stauden kombiniert mit vorgelagertem Wasserspiegelband, ebenso sind die Sockelbereiche von Kapelle und Kreuzgang Süd und Nord bepflanzt.

Peisl, Kounovsky

Ankauf - "Tropfen auf den Stein", Quang Huy Le

Unter prinzipieller Beibehaltung der vorgefundenen Strukturen wird die Beziehung Brunnen/Säule/Baum inszeniert, indem die zwei westlichen Buchskompartimente entfernt und damit das Umfeld dieser 3 „Hochpunkte“ freigeräumt. Eine Metallkante im Boden erinnert an die ehemaligen Kompartimente in der Kiesfläche. Die beiden verbleibenden Buchsabteile werden flächig mit diesem immergrünen Gehölz aufgefüllt, stattdessen werden im westlichen Bereich um die Kapelle Rasenflächen vorgeschlagen. Der bestehende Brunnen wird um eine linsenförmige Wasserfläche erweitert. Eine Wasserstele und eine zusätzliche Skulptur akzentuieren Sichtachsen in die Freiräume südlich und nördlich der Kapelle.

Quang Huy Le

Ankauf - "Kreuz und Quer", Maria Menzinger, Melanie Hölzl

In dem Entwurf wird das traditionelle Motiv des Kreuzgartens aufgegriffen und durch eine neue Pflanzung in Querstreifen ergänzt. Die bestehende Einfassung aus Buchsbaum wird entfernt. Der Brunnen in der Mitte bleibt als Zentrum erhalten und wird mit den kreisförmig angeordneten Bänken ergänzt.
Die Gliederung der Pflanzung wurde von einer Schattenstudie abgeleitet. Die Wege werden verbreitert und mit Splitt belegt, zudem wird das Kreuz durch eine Pflasterung in verschiedenen Farben betont.

Menzinger, Hölzl