Wasteland

Luftbild Google Earth

Projekt III, 12 ECTS, 1-semestr. Masterprojekt, 10 ECTS
Bachelorarbeit und dazugehöriges Projekt

Sommersemester 2009

Forschungsfeld
Infrastruktururbanismus

Betreuung
Prof. Regine Keller
Dipl.-Ing. Volker Kleinekort
Dipl.-Ing. Thomas Hauck
Dipl.-Ing. Jürgen Huber (Grafik)


Thema

Infrastrukturen, verstanden als Raumkategorie, produzieren an ihren Grenzen bzw. im Schatten ihrer eigenen Raumkonfiguration - akzidentelle Räume. Es ist eine Art Second-Hand-Stadt die neben Autobahnen, Bahnlinien, Hochstraßen, Pipelines, Industrieflächen, und Halden entsteht – urbaner Raum der nicht eindeutig definiert und schon gar nicht geplant ist. Dort, wo Autostellflächen, Müllplätze, Abstellräume entstehen, verschwendet sich Stadt in ungezähltem Maß. Dieser „Abfall“ erhält selten einen eigenen Namen oder eine Adresse: „Unter Brücken. An der Autobahn. An der Kläranlage, auf der Halde“. Ortsbeschreibungen, die überall zutreffen und unspezifischer nicht sein könnten.
Die Betrachtung dieser Räume im Rahmen einer Projektarbeit kann nicht nur zum Ziel haben, eine Kosmetik für diese „Unorte“ zu finden, sondern muss vielmehr die Potentiale dieser Räume als öffentliche Räume entwickeln – die in Folge ihrer Eigenartigkeit auch eigene ästhetische Ausdrucksformen mit sich bringen. Generieren Infrastrukturen spezifische Landschaften und Räume mit eigenem Raumcharakter, die es erlauben Infrastrukturen als Raumkategorie zu fassen? Welche Ränder bilden Infrastrukturen aus und wie „verhalten“ sich diese zu ihrer Umgebung? Wie werden Infrastrukturränder räumlich ausgeformt?

Aufgabe
Die im Thema angesprochenen Aspekte und Fragestellungen begleiten die Projekt- und Bachelorarbeit als theoretischer Leitfaden. Es sollen in der Arbeit Wege gefunden werden, die besprochenen Raumphänomene genauer zu fassen und darauf aufbauend entwerferisch landschaftsarchitektonisch am Beispiel des „Fröttmaninger Müllberges“ zu definieren.
Die Situation der drei Haldenbauwerke im Münchener Norden ist wie viele ihrer Art - Mit dem entscheidenden Unterschied das der Prozess der Müllagerung und somit die Ausformung des Haldenvolumens noch nicht abgeschlossen ist. Somit ist es wie oben beschrieben, nicht nur eine kosmetische Korrektur, hier besteht die Möglichkeit im übertragenen Sinne des Wortes „Landschaft“ zu entwerfen.

Downloads
Dokumentation aller Projekte (2.7 MB)


Auswahl Projekte

Friederike Meyer-Roscher

Andrea Behnke, Patrizia Scheid

Manfred Heidkämper