Evolution of space

Studentischer Wettbewerb für Studierende
der TUM und der FH Weihenstephan
Wintersemester 2008|09

Forschungsfeld
studio1zu1

Jury
Nicolette Baumeister
Bernd Godelmann jun.
Silvia Godelmann
Prof. Regine Keller
Mattias Roser
Prof. Ingrid Schegk
Arno Tröger
Volker Kleinekort (Berater)

Thema
Im Februar 2009 wurde von der Firma Godelmann zusammen mit der Fachhochschule Weihenstephan und der Technischen Universiät München der Wettbewerb „evolution of space - von 2D zu 3D“ ausgelobt.
Die Aufgabe in diesem studentischen Ideenwettbewerb war es, ein Betonfertigteil für den öffentlichen Raum zu gestalten. Die Form und die Funktion des Elements waren freigestellt. Es sollten neue Ideen für die Verwendung von Beton im Außenraum gefunden werden. Im Mittelpunkt der Fragestellung stand die Systemfähigkeit des Elemements, also die Fähigkeit mit weiteren Elementen kombiniert zu werden und so größere Systeme zu bilden.
Das Fertigteil sollte in der Lage sein, mit gleichen Elementen zu größeren Strukturen kombiniert zu werden und so eine große Bandbreite an Funktionen übernehmen zu können. Der Entwurf sollte sich sowohl mit dem Einzelmodul, als auch mit den Kombinationsmöglichkeiten und möglichen Funktionen
auseinandersetzen.
Da eine Umsetzung des Gewinnerentwurfs als Prototyp der Firma Godelmann vorgesehen ist, durfte ein Einzelelement nicht größer sein, als 1x1x1 Meter, um die Produktion sicherzustellen. Im Laufe der Bearbeitungszeit fand ein Kolloquium mit Mitarbeitern der Firma Godelmann und Mitgliedern der beteiligten Lehrstühle statt, die Fragen der Studenten bezüglich des Materials und dessen Eigenschaften und den gewünschten Fähigkeiten des zu entwerfenden Fertigteils beantwortete.

Die Preisträger des Wettbewerbs wurden in einer nichtöffentlicher Jurysitzung von Angehörigen der Firma Godelmann und der beteiligten Lehrstühle der Fachhochschule Weihenstephan und der Technischen Universität München bestimmt.
Maßgebliche Aspekte der Bewertung der Arbeiten waren: Konzept, Materialgerechtigkeit, Realisierbarkeit, Innovation und Kombinatorik.

Downloads
Plakat Wettbewerbsankündigung
(PDF, 1,4 MB)
Protokoll Jurysitzung (PDF, 2 MB)
Dokumentation der Entwürfe (PDF, 21 MB)


Beschreibung Preisträger

1. Preis: Felix Huber

Die Form des Sitzelementes „So Sexy“ ist von den Fingern der Hand abgeleitet. Durch diese Form wird nicht nur ein Sitzbereich definiert, sondern auch ein Raum für Begegnung und Kommunikation geschaffen. Die Modularität des Elements erlaubt die verschiedensten Kombinationen und ermöglicht verschiedene Funktionen, zum Beispiel als Entspannungsecke, Spielbereich, Baumschutz oder Treffpunkt.
Die Arbeit besticht durch eine einfache und klare Grundidee eines Körpers als Möbel im öffentlichen Raum. Diese Figur bekommt durch die vielfältigen kombinatorischen Möglichkeiten eine Komplexität die sehr unterschiedliche Raumsituationen zulässt. Die Bank in ihrer formalen Zurückhaltung stellt eine angemessene Geste zu dem Thema des Sitzmöbels im öffentlichen Raum dar, das aber zugleich auch durch seine dreidimensional komplexe Form der verkippten Seitenflächen eine besondere Ausformulierung erhält und in vielfältiger Weise nutzbar wird.

2. Preis: Patrizia Scheid und Manfred Heitkämper

Der Form des Elements liegt ein Quadrat mit einem Meter Kantenlänge zugrunde. Durch Faltung dieses Quadrats entsteht die Form, die sich unterschiedlich gedreht gut kombinieren lässt und viele Funktionen erfüllen kann. So ist eine Nutzung als Sitzbank, als Straßen absperrung oder auch als
Fahrradständer denkbar.
Der Arbeit gelingt es, durch die klare und nachvollziehbare Geste des Faltens einen prägnanten Körper und somit eine adäquate Raumkörperbildung zu erzeugen. Das „Falten“ des Betons wird als bewusster Kontrast im vorhandenen Kontext der Aufgabe wahrgenommen. Insgesamt überzeugt die Arbeit in ihrer Intention und Klarheit, weist aber Mängel in der Wirkung und Verspieltheit des einzelnen Objekts auf.

3. Preis: David Manzinger und Roberto Kaiser
Die Grundlage für das Element Wall-B war die Überlegung ein Element zu schaffen, dass unter vielen verschiedenen Umweltbedingungen eingesetzt werden kann. Das beliebig rotierbare Element soll vor allem zum Abfangen von Erdmassen dienen, aber außerdem noch als eine Sitzmöglichkeit dienen.
Der Entwurf zeigt einen zeitgemäßen Umgang mit der Themenstellung des Objektes im öffentlichen Raum, mit einer modernen und logischen Formensprache der gebogenen Platte. Es entsteht damit im Wesentlichen ein Objekt, das sehr einfach und klar das Thema des „Randsteins“ neu interpretiert. Logisch ist daher auch, dass als Folge dieser Entscheidung zu einem linearen Element den Kombinationsmöglichkeiten starke Grenzen gesetzt sind und eine vielfältige Nutzung entfällt.

3. Preis: David Manzinger und Roberto Kaiser

Die Grundlage für das Element Wall-B war die Überlegung ein Element zu schaffen, dass unter vielen verschiedenen Umweltbedingungen eingesetzt werden kann. Das beliebig rotierbare Element soll vor allem zum Abfangen von Erdmassen dienen, aber außerdem noch als eine Sitzmöglichkeit dienen.
Der Entwurf zeigt einen zeitgemäßen Umgang mit der Themenstellung des Objektes im öffentlichen Raum, mit einer modernen und logischen Formensprache der gebogenen Platte. Es entsteht damit im Wesentlichen ein Objekt, das sehr einfach und klar das Thema des „Randsteins“ neu interpretiert. Logisch ist daher auch, dass als Folge dieser Entscheidung zu einem linearen Element den Kombinationsmöglichkeiten starke Grenzen gesetzt sind und eine vielfältige Nutzung entfällt.