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Projekt I, 6 ECTS
Wintersemester 2007|08

Forschungsfeld
Public space

Betreuung
Prof. Regine Keller
Dipl.-Ing. Doris Grabner
Dipl.-Ing. Thomas Hauck
Dipl.-Ing. Volker Kleinekort
Dipl.-Ing. Albert Gründel
Cand.-Ing. Carola Stürzer


"Erweiterter" Bahnhof Freising

Der Freisinger Bahnhof ist funktional aus seiner städtebaulichen und architektonischen Gestalt herausgewachsen.

Die parkähnliche Grünfläche im Nordwesten des Bahnhofgebäudes bleibt als nahezu funktionslose und gestalterisch unbefriedigende Restfläche über. Der Park ist zwar, wie kaum zu übersehen, die wichtigste Verbindung zwischen dem Bahnhof und der Freisinger Innenstadt, doch seit alle Bänke demontiert wurden, kann er nicht einmal mehr von den Freisingern genutzt werden, die sich der „vita contemplativa“ verschrieben haben- ein Schmuckplatz, der den Weg zwischen Bahnhof und Innenstadt begleitet und mit einigen thematischen Gimmicks, wie Bären und Wagenräder, auf die Kleinstadt Freising einstimmt.

Die Aufgabe des Bahnhofumfelds muss neu überdacht werden. Wie wird der erweiterte Bahnhof  mit Freising verbunden? Welches Gesicht zeigt er den anderen Stadtteilen? Eine mögliche Antwort auf diese Fragen könnte, parallel mit der Entwicklung eines erweiterten Bahnhofs, die Entwicklung eines erweiterten Verständnisses von Transiträumen sein. Transiträume, die mehr bieten als ein Stop, Shop and Go. Vielleicht kann in einigen Teilen des erweiterten Bahnhofs Tempo aus dem Transit genommen werden? Gibt es die Möglichkeit temporär zu Wohnen (wie in Ansätzen in einem Boardinghaus schon vorhanden), zu Campen, zu Grillen, zu Feiern, zu Beten , zu Studieren - also für Nutzungen die mit Transit unvereinbar erscheinen?

Downloads
Aufgabenstellung (PDF, 200KB)
Projektdokumentation (PDF, 12MB)

Auswahl Projekte

Ohne Titel

Andreas Baumgart / Katharina Zimmermann

Das Ziel von Katharina Zimmermann und Andreas Baumgart ist es, das öffentliche Leben am Bahnhofsvorplatz zu stärken. Dies soll mit Hilfe neuer Wege- und Blickbeziehungen, der Abgrenzung des Bereichs zur Straße und der Schaffung eines abwechslungsreichen Reliefs geschehen. Durch das Spiel mit unterschiedlicher Besetzungen einer gestreiften Grundstruktur mit Hecken, Stauden und Rasen, sowie die Staffelung von Breite der Streifen und Höhe der Pflanzungen entstehen individuelle Räume, die den Nutzer zur Inbesitznahme des Ortes einladen. Ein tiefer gelegter Sitzbereich mit Platanendach bietet einen angenehmen Rückzugsort am Bahnhofseingang.

Frequenzen

Julia Kattinger/ Johanna Mettler

Julia Kattinger und Johanna Mettler nutzen ein bestehendes Wohngebäude zum InfoTower um. Es wird zukünftig die Reisenden informieren und beinhaltet eine DB-Servicestelle und Ausstellungsräume. Zur B11 bildet ein neues Bürohaus die Platzkante und lenkt die Hauptbewegungsrichtung aus der Stadt zu einer Bahnhofserweiterung. Der Platz selbst wird durch Betonbänder gegliedert und strukturiert, die in unterschiedliche Frequenzen aus dem Boden auftauchen und wieder verschwinden. Deren lineare Anordnung und Verschiebung zueinander sorgen für abwechslungsreiche Bilder aus den verschiedenen Blickwinkeln des Platzes. 

Ohne Titel

Markus Weinig

Für Markus Weinig soll das Entwurfsgebiet zu einem stärker belebten Ort mit urbanem Gesicht werden, an dem ein verbesserter Zugang und Bezug zur Stadt, Rückzug und zugleich Überschaubarkeit, Begegnungs- und
Kommunikationsräume geschaffen werden. Durch den Neubau eines Gebäudes und mit Neupflanzungen wird der gesamte Raum neu definiert. Ein wichtiges Element stellt das Motiv des Knicks dar, das sich durch die Entwurfsebenen zieht. Die Höhenabwicklung geschieht in vier Stufen, die sich an den Knickkanten orientieren, ebenso wie die Möbelierung.

Ohne Titel

Michael Schmölz / Dominik von Waldthausen

Der derzeit überfrachtete und unübersichtliche Ort des Bahnhofsbereichs wird von den Entwerfern ausgeräum und mit einem großformatigen Plattenraster belegt. Diese Platten heben sich in Anlehnung an das tertiäre Hügelland beiderseits der Hauptverbindungsachse. Im Westen, an der Post, entsteht derart ein terrassierter Hügel, der sich entgegen des bestehenden leichten Gefälles zur B11 zur Platzmitte hin orientiert. Im Osten, am bestehenden Wohngebäude stellen die Erhebungen die Sitzmöglichkeiten. Das System der Platten wird an diesen beiden Polen ausgedünnt, in den damit entstehenden offenen Flächen wachsen dichte Baumbestände.