Your office is where you are

Projekt I, 4 ECTS
Übung Landschaftsarchitektur für Architekten, 1 SWS
Sommersemester 2006
Integrierte Prüfungsarbeit: Technik der Landschaftsarchitektur

Forschungsfeld
Interventionen und Partizipation
Public space

Betreuung:
Prof. Regine Keller
Dipl.-Ing. Doris Grabner
Dipl.-Ing. Thomas Hauck
Dipl.-Ing. Volker Kleinekort


„Das so oft propagierte Büro der Zukunft nimmt Gestalt an. Arbeit überall, jederzeit, ist das neue Paradigma. Sie findet statt im Auto, in der Wohnung, im Büro oder im Büro des Kunden. Man arbeitet allein, paarweise, im Team - in real or cyber space.“

Diese Worte aus einem Artikel der Business Week vom April 1996 erscheinen heute geradezu selbstverständlich. Aber wie sieht der zu dieser angeblich so flexiblen Arbeitswelt gehörende Freiraum aus? Bilder von Menschen mit Laptop auf einer Wiese, der berühmten vollgekritzelten Serviette als Skizzenblatt im Cafe, dem mobilen Büro im Zug drängen sich auf.
Lassen sich die Qualitäten dieser „Zwischenorte“ in die Freiräume unserer Arbeitsumgebung integrieren? Wie müssen solche Räume beschaffen sein?

Mit diesen Fragestellungen haben wir uns auseinandergesetzt, an einem Ort in der Münchener Innenstadt - an einem Ort an dem sich eine solche Aufgabe geradezu aufdrängt. Der ehemalige Botanische Garten an der Elisenstraße ist umgeben von Büronutzungen wie dem Justizpalast und verschiedenen Verwaltungsbauten. Diesem Umfeld gilt es einen adequaten Freiraum zu
geben.

Bestandteil des Projekts ist die Forschungsstation L4

Die Forschungsstation zeigt Einträge aus den Tagebüchern der Studenten im SS 06, die begleitend zum Projekt „Your office is where you are“ am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlicher Raum (Prof. Keller) geführt wurden. Mit der Forschungsstation L4 soll der öffentliche Raum mit verschiedenen Methoden und Techniken beobachtet, analysiert und erforscht werden. Diese sind wie bisher selbst zu bestimmen. Das Tagebuch sollte jedoch weiterhin dazu benutzt werden um mit Darstellungsformen und -techniken zu experimentieren.

Im Unterschied zum Wintersemester soll mit dem Tagebuch jetzt ein Semester lang ein einzelner öffentlicher Raum vertieft beobachtet und erforscht werden.
Gesucht wird ein selbstgewählter Raum der
- im täglichen Umfeld des Forschers liegt und ohne großen zeitlichen Aufwand zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten zu beobachten ist.
- für eine Person gut zu beobachten ist (d.h. er soll nicht zu groß sein).
- nicht eindeutig in die Kategorien öffentlich/privat/ halböffentlich, Grünraum/ Bebauter Raum, Wohnen/ Gewerbe, etc. einzuordnen ist, d.h. der Merkmale des Hybriden oder eines Zwischenraumes aufweist.

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Auswahl Projekte

knick it

Lisa Höpfl, Anneke Krill, Juliane Schneegans

Die Verfasser entwickeln aus dem Gedanken eines bewussten „Bruch mit der Geschichte des Ortes“ die Analogie einer „tektonischen landschaft“. Diese Landschaft besteht aus je gleich grossen Platten, die verschiedentlich dreidimensional im Raum zueinander verdreht sind. Das Ergebniss regt subtil zum überdenken tradierter Wahrnehmungs und Bewegungsformen im bestehenden städtischen Raum an.

workers paradise

Bernhard Hintler, Christine Jakobi, Luise Schmidt

Der formalen Gegenüberstellung von geschwungenen Formen und den in den Raum greifenden Treppen werden verschiedene sinnliche Erfahrungen zur Seite gestellt. Eine, wie die Verfasser es benennen, „urban staircase transformed“ steht einem Bereich gegenüber der von der Nutzbarkeit des Wassers, dem Geruch von Lavendel und den Geräuschen verschiedener Wegmaterialien beeinflusst wird. Das Projekt schaffen es auf kleinstem Raum verschiedenste Angebote und Erlebnisse in einem Gesamtbild zu vereinen.

mittendrin

Melanie Hegenbarth, Nannette Knoll, Iris Kopp, Sebastian Väth

Durch das Überlagern von Layern von Wasser, Pflanzen und einer stegeartigen Holzkonstruktion entsteht neben der ablesbaren horizontalen Schichtung auch eine Schichtung der Räume. Durch die unterschiedlichen Materialien, ergeben sich differenzierte Möglichkeiten des Zuganges und der Nutzung.