Wientalknoten

Diplomarbeit und Master´s Thesis
Sommersemester 2006

Forschungsfeld
Interventionen und Partizipation
Infrastruktururbanismus

Betreuung
Prof. Regine Keller
Dipl.-Ing. Doris Grabner
Dipl.-Ing. Thomas Hauck
Dipl.-Ing. Volker Kleinekort
mit Unterstützung vom Lehrstuhl für Wasserbau und Wasserwirtschaft, Prof. Strobl, und grafischer Beratung durch Friederike Straub, Grafikerin.


In der Diplomarbeit oder Master´s Thesis sollte unter der Betrachtung des gesamten Wientals ein Konzept entwickelt werden, das Wiental als prägendes Strukturelement für Wien zu stärken und erfahrbar zu machen. Dabei darf die Funktion als Raum für wichtige Infrastrukturen nicht vergessen werden. Eingebettet in das Konzept soll der Gaudenzdorfer Knoten als Entwurf vertieft werden.

Die Reise der Steine – eine temporäre Installation im Wienfluss

Felix Lüdicke

Die Diplomarbeit "Die Reise der Steine"  lotet mit ihrer künstlerischen Programmatik die Grenzen der Landschaftsarchitektur aus. Sie verlässt sich aber nicht auf diese Grenzüberschreitung, sondern ihr gelingt es konzeptionell und ästhetisch den aktuellen Fragen der Public Art und der Landschaftsarchitektur einen eigenständigen Standpunkt hinzuzufügen, aber auch technisch solide und gut durchdachte Lösungen zu entwickeln. Das aus dem besonderen Raum des Wienflusses gewonnene Konzept veranschaulicht auf sehr einprägsame Weise die Bedeutung, die künstlerische Interventionen zur Entwicklung bzw. Gestaltung von Räumen haben können. 

Auszeichnung der Diplomarbeit von Felix Lüdicke durch den bdla
http://www.bayern.bdla.de/seite76.htm

Vedunia - Der Waldbach

Kaare Skjerning

Der neue Wald im Kanal des Wienflusses besteht aus 1000 Säulen die in Silikon ausgeführt sind. Die durchsichtige Materialität des Silikons deutet etwas Fernes - etwas Vergessenes und Nebeliges an. Die Säulen spiegeln durch ihr unterschiedlich dichtes Streuungsmuster im Kanalbett, die Variation vom dichten zum offenen Wald wieder.

Die Dynamik des Wienflusses ist gewaltig. Die wechselnden Wassersituationen stellen den Wald auf die Probe. Die Silikonstämme neigen sich im Strom des Hochwassers. Nachts wird der Wald lebendig. Von den Spitzen der Säulen leuchten Scheinwerfer auf den Boden des Kanals und schaffen einen zusammenhängenden Lichtverlauf von Wiens Peripherie bis zum Zentrum. Die Lichtkegel projizieren die Silhouetten von Laubwerk auf Kanalbett und Wasser und schaffen die Illusion von Licht, das durch die Laubmasse des Waldes an einem sonnigen Tag fällt.