Was braucht es noch am Piusplatz?

Projekt I, 4 ECTS
(Wintersemester 2005|06)
Integrierte Prüfungsarbeit: Technik der Landschaftsarchitektur

Betreuung
Prof. Regine Keller, Doris Grabner, Thomas Hauck, Volker Kleinekort (Projektleitung)

Anlass
Die LHM ordnete im Jahr 2000 vorbereitende Untersuchungen im Rahmen des Programms “Die soziale Stadt” für Teile folgender Stadtgebiete an: 14 Berg am Laim, 16 Ramersdorf – Perlach, 17 Obergiesing (schließt Katzenbuckel mit ein), 18 Untergiesing – Harlaching. Diese Untersuchung analysiert und bewertet die Standorte umfassend bezüglich sozialer und stadträumlicher Gefüge und liegt den Studierenden (3. Semester der Landschaftsarchitektur) als Grundlage vor. Die Freiraumqualität des Piusplatzes wird in diesem Zusammenhang als „mittel“ und mit “geringerem Handlungsbedarf“ eingestuft.

Verflechtungen
Der Piusplatz befindet sich in einem durch Wohnungsbau der 30-50er Jahre geprägten Umfeld. Im Westen befindet sich das Entwicklungsgebiet „rund um den Ostbahnhof“. Auf dem Gelände des Kunstpark Ost wird sich in den nächsten Jahren ein Gewerbe- Wohnmischgebiet entwickeln. Diese angestrebte Aufwertung des östlichen Zugangs zum Ostbahnhof mit der Grünverbindung über den Piusplatz verleiht dem Platz eine größere Bedeutung im Stadtgefüge.

Aufgabenstellung
Betritt man den Piusplatz, befindet man sich in einem großzügigen, ruhigem Grün – sieht aus wie fertig. Trotzdem Handlungsbedarf? Wo und wofür steckt in dieser Fläche Potential, gerade auch in Hinblick auf die mögliche Entwicklung des stadträumlichen Umfeldes? Wer nutzt die Fläche und wer würde sie gerne nutzen? Um diese Fragen zu beantworten wurde vorweg gemeinsam eine umfassende städtebauliche, gestaltanalytische und soziologische Recherchearbeit als Planungsgrundlage erstellt. In diesem Projekt soll das Nutzerprofil für diese Fläche programmiert werden und sich in einem detaillierten Entwurf niederschlagen. Unter anderem wird eine bessere Vernetzung der anliegenden Quartiere und die Anlage von Grünflächen angestrebt.

Bestandteil des Projekts ist das Tagebuch

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Auswahl Projekte

stadthafen

Eva Grimme, Christine Jakoby, Hans Vollmer

In Analogie zu Landungsstegen die in eine Bucht hineingreifen entwickeln die Verfasser eine Landschaft die durch vorsichtiges Implantieren von hölzernen Plattformen differenzierte Nutzungen ermöglicht. Die Geste des hereinlegens der Plattformen entspricht dem urbarmachen von Land an sich - und setzt, entsprechend dieser Geste, so das bestehende Alte neu in Wert.

ebenenspiel

Lisa Höpf, Anneke Krill, Juliane Schneegans

Die Verschiebung von Struktur und Textur wird bei dem Projekt zum Produzenten verschiedener Räume. Diese Überlagerung von Raum und Haut bietet diverse Möglichkeiten der Nutzung in seinem „ungleichmäßigem Nebeneinander“ von Flächen und Kannten die die Anwohner als eine Erweiterung Ihrer privaten Räume erobern können.

tektonische Landschaft

Bastian Lehner, Philipp Hodapp, Jakob Trzebitzky

Auf das homogene Umfeld reagieren die Verfasser mit einem fraktalen Gebilde aus Schollen und Rissen in dem bestehenden Parkgelände. Dieses sichtbarmachen einer möglichen mechanischen Kraft auf das Gebiet, spiegelt den Nutzungsdruck und die wiedersprüchlichen Nutzungsgruppen der Umgebung. In seiner Härte in Form und Material, ist hier eine angemessene Antwort auf eben diese diversifizierte Nutzungsstruktur gefunden worden.